Knicklicht FAQ: giftig, Leuchtdauer, Entsorgung & Inhaltsstoffe
Wir stellen Knicklichter selbst her und verkaufen sie seit Jahren an Privatkunden, Veranstalter, Feuerwehren und öffentliche Einrichtungen. Auf dieser Seite beantworten wir die Fragen, die uns am häufigsten erreichen – inklusive der Themen, bei denen im Netz viel Halbwissen kursiert: Inhaltsstoffe, Sicherheit und Entsorgung.
Nein, akut giftig sind Knicklichter nicht – aber die Flüssigkeit reizt. Das Schweizerische Toxikologische Informationszentrum stuft die Beschwerden als vorübergehend ein: Bei Kontakt mit dem Mund kommt es zu Brennen in Mund und Rachen, bei Augenkontakt zu starkem Brennen, Tränen und Rötung. Schwere Symptome sind laut Tox Info Suisse nicht zu erwarten, und nach korrektem Ausspülen ist auch keine bleibende Augenschädigung zu befürchten.
Wird ein unversehrtes Knicklicht verschluckt, gibt das Bundesinstitut für Risikobewertung Entwarnung: Es wird bei der Verdauung nicht zerstört und wieder ausgeschieden.
Das eigentliche Risiko ist ein anderes: Beißt ein Kind auf den Stab, kann der Kunststoff splittern und die Flüssigkeit austreten. Deshalb gilt – und da sind wir uns mit dem BfR einig – Knicklichter gehören nicht in die Hände von Kleinkindern.
Ein Knicklicht besteht aus zwei getrennten Flüssigkeiten. Im Kunststoffstab befindet sich ein Oxalsäureester – meist Diphenyloxalat (DPO, auch „Cyalume" genannt) oder ein Derivat davon – zusammen mit einem Fluoreszenzfarbstoff, der die Farbe bestimmt. In einer dünnen Glasampulle im Inneren sitzt getrennt davon eine Wasserstoffperoxid-Lösung als Aktivator. Als Lösungsmittel kommen Phthalsäureester oder Ethylacetat zum Einsatz.
Ein Knicklicht leuchtet durch Chemolumineszenz – Licht aus einer chemischen Reaktion, ganz ohne Strom, Batterie oder Wärme.
Beim Knicken zerbricht die Glasampulle im Inneren. Das Wasserstoffperoxid vermischt sich mit dem Oxalsäureester und reagiert. Die dabei freiwerdende Energie überträgt sich auf den Farbstoff, dessen Moleküle dadurch in einen angeregten Zustand geraten. Beim Zurückfallen geben sie diese Energie als Licht ab – ein Photon je Molekül. Fachlich heißt das Peroxyoxalat-Chemolumineszenz.
Die Farbe kommt dabei ausschließlich vom Farbstoff, nicht von der Reaktion selbst. Deshalb gibt es Knicklichter in Rot, Grün, Blau und vielen weiteren Farben, während die Chemie dahinter identisch ist.
Ins Auge: Sofort und ausgiebig mit lauwarmem Wasser spülen – mindestens 10 Minuten, Lid dabei offen halten. Nach korrekter Spülung ist laut Tox Info Suisse keine bleibende Schädigung zu erwarten. Halten Rötung oder Schmerzen an, zum Augenarzt.
In den Mund: Mund ausspülen, etwas Wasser trinken, Reste abwischen. Kein Erbrechen auslösen. Das Brennen klingt in der Regel rasch ab.
Auf der Haut: Mit Wasser und Seife abwaschen. Leichte Reizungen sind möglich, mehr üblicherweise nicht.
Verschluckt (Stab unversehrt): Kein Grund zur Sorge – das BfR bestätigt, dass Knicklichter bei der Verdauung nicht zerstört werden.
Im Zweifel hilft der Giftnotruf weiter. Die Nummer der für euch zuständigen Zentrale findet ihr unter giftnotruf.de.
Auf Englisch heißt ein Knicklicht glow stick – seltener auch light stick oder lightstick. Im Deutschen sind außerdem Leuchtstab und Glowstick gebräuchlich; alle Begriffe meinen dasselbe Produkt.
Die militärische Variante läuft international unter der Markenbezeichnung Cyalume – nach dem enthaltenen Diphenyloxalat.
Die Leuchtdauer variiert von wenigen Minuten bis zu mehreren Tagen, abhängig von:
- Umgebungstemperatur
- Größe des Knicklichtes
- Menge der Wirkstoffe
- Mischungsverhältnis der Reaktionsstoffe
Unsere Arm-Knicklichter leuchten beispielsweise ca. 4-8 Stunden gleichmäßig, während z.B. unsere Ultra High Power Knicklichter ca. 30 Minuten extrem hell leuchten und dann langsam an Leuchtkraft verlieren.
Die jeweilige durchschnittliche Leuchtkraft unserer Knicklichter ist in der Artikelbeschreibung hinterlegt.
Ausgeleuchtete Knicklichter gehören in den Restmüll – nicht in den Gelben Sack und nicht in die Altglassammlung, auch wenn im Inneren eine Glasampulle sitzt. Der Stab ist ein Verbund aus Kunststoff, Glas und Chemikalienresten und damit nicht recycelbar.
Wichtig: Den Stab nicht aufschneiden und nicht ausleeren. Ein ausgeleuchtetes Knicklicht ist ungefährlich, solange es geschlossen bleibt.
Nicht in die Natur werfen und nicht ins Gewässer – gerade beim Nachtangeln ein Thema. Unsere Angel-Knicklichter nimmst du am besten in einer kleinen Dose wieder mit nach Hause.
Nein. Die chemische Reaktion läuft einmal ab und lässt sich nicht umkehren – ein Knicklicht ist ein Einwegprodukt.
Einen Trick gibt es allerdings: Legst du ein angeknicktes Knicklicht in den Gefrierschrank, verlangsamt die Kälte die Reaktion stark. Es leuchtet dann deutlich schwächer, hält dafür aber länger und lässt sich später wieder „aufwecken“. Die Gesamtmenge an Licht bleibt gleich – du streckst sie nur.
Knicklichter haben kein festes Ablauf- oder Verfallsdatum. Wir empfehlen jedoch, sie innerhalb von zwei Jahren zu verwenden.
Knicklichter eignen sich je nach Form, Größe und Beschaffenheit für folgende Anwendungen:
- Geschenk
- Schmuck (Armband, Halsband, Anhänger)
- Veranstaltungen (Partys, Konzerte, Geburtstage, Jubiläen)
- Sport (Tauchen, Skifahren, Joggen, Angeln, Bergsteigen, Radfahren, Bogenschießen)
- Dekoration (Tisch-, Raum- und Objektdeko)
- Festlichkeiten (Ostern, Weihnachten, Laternenfest)
- Sicherheits- und Notbeleuchtung (Autopanne, Stromausfall, Tierhalsband)
- Markierung und Kennzeichnung (Wege, Stufen, Durchgänge, Ziele, Bissanzeiger)
- Farbcodierung (Vereinsfarben, Parteifarben, Mottopartys)
- Behörden und Einrichtungen (Militär, Feuerwehr, Polizei, Notrettung)
- Verschiedene Umgebungen (Indoor, Outdoor, unter Wasser)
Falls Knicklichterflüssigkeit auf Ihre Kleidung gelangt, sollten Sie die folgenden Schritte unternehmen:
- Sofort ausspülen: Spülen Sie die betroffene Stelle sofort mit kaltem Wasser aus, um so viel Flüssigkeit wie möglich zu entfernen.
- Vorbehandlung: Tragen Sie ein Fleckenentfernungsmittel oder flüssiges Waschmittel direkt auf den Fleck auf. Lassen Sie es einige Minuten einwirken.
- Waschen: Waschen Sie das Kleidungsstück gemäß den Pflegehinweisen auf dem Etikett. Verwenden Sie dabei die heißeste empfohlene Wassertemperatur.
- Überprüfen: Überprüfen Sie nach dem Waschen, ob der Fleck vollständig entfernt ist, bevor Sie das Kleidungsstück trocknen. Falls nötig, wiederholen Sie die Vorbehandlung und das Waschen.
- Trocknen: Lassen Sie das Kleidungsstück an der Luft trocknen, um sicherzustellen, dass der Fleck vollständig entfernt ist, bevor Sie es in den Trockner geben.
Unsere Knicklichter enthalten eine kleine Luftkammer, die ihre Schwimmfähigkeit beeinflusst. Manche Knicklichter schwimmen, die meisten jedoch sinken. Um sicherzustellen, dass Knicklichter schwimmen, empfehlen wir, sie mit unseren TopFlex Verbindern zusammenzustecken. Die in den Verbindern verbleibende Luft lässt die meisten Knicklichter an der Oberfläche schwimmen.
Knicklichter können Sie bequem bei uns im Shop Kaufen.
Ja. Wir versenden Bestellungen ausschließlich an Lieferadressen innerhalb Deutschlands. Wenn Sie im Ausland wohnen, können Sie den Paketweiterleitungsdienst LogoiX nutzen.
Nach der Registrierung bei LogoiX erhalten Sie eine persönliche deutsche Lieferadresse. Diese geben Sie bei Ihrer Bestellung in unserem Shop als Lieferadresse an. Wir versenden Ihr Paket dorthin und LogoiX übernimmt anschließend die Weiterleitung an Ihre Adresse im Ausland.
Die Kosten für die Weiterleitung werden direkt von LogoiX berechnet und sind abhängig vom jeweiligen Zielland.
Nein, es sind stets alle Farben enthalten. Die "echte" Farbe der Knicklichter wird erst nach dem Knicken sichtbar:
- Rot (ungeknickt: rot)
- Gelb (ungeknickt: matt gelb)
- Grün (ungeknickt: sanft hellgrün)
- Blau (ungeknickt: weiß, transparent)
- Pink (ungeknickt: rot)
- Orange (ungeknickt: rot, leicht orange)
- Kaltweiß (ungeknickt: leicht orange)
Haben Sie weitere Fragen oder Anwendungsmöglichkeiten? Teilen Sie uns diese gerne per E-Mail mit.
